Epigraphik Georgiens

Digitale Erschließung epigraphischer Denkmäler. Pilotprojekt zur Epigraphik Georgiens.

Anbindung: Goethe-Universität

Finanziert mit Mitteln des Projektträgers: Dez. 2015 – Okt. 2016 als Pilotprojekt

Projektmitarbeiter

  • Dr. des. Lela Samushia, Goethe-Universität
  • Armin Hoenen, Goethe-Universität

Beschreibung

Ziel des Pilotprojekts ist die Entwicklung eines Datenbanksystems, das in der Lage ist, die vielfältigen Wechselbeziehungen abzubilden und auswertbar zu machen, durch die sich inschriftliche Sprachdenkmäler mit ihren verschiedenen Komponenten auszeichnen: Autor, Schreiber, Adressat, Standort, Anlass bzw. Bezug, geschichtlicher Kontext. Dieses Ziel wird durch eine Reihe aufeinander aufbauender Schritte erreicht. Zunächst muss die Grundlage, anhand derer weiterführende datenstrukturverarbeitende Programme analytisch tätig werden können, geschaffen werden. Ein Beispielcorpus, das diese Funktion erfüllt, wurde aus der Digitalisierung des Georgischen Inschriftencorpus, elektronisch verarbeitet von dem Georgischen Nationalmuseum, gewonnen. Gleichzeitig erfolgt eine vorläufige Charakterisierung und Verortung der spezifisch georgischen Abkürzungstradition im Gesamtfeld antiker und moderner Abkürzungspraktiken unter Beachtung von Sprachtyp und Syntax.

Die Einträge sind im Folgenden mit spezifischen Informationen angereichert worden: eine projektintern weiterentwickelte Metadatenannotationsmaske erlaubt die Erfassung der Metadaten jeder Inschrift, worunter z.B. so wichtige Datenpunkte wie Fundort (genaue geodätische Daten) und Funktion einer Inschrift fallen. Ein weiteres intern entwickeltes Tool ist eine Annotationsplattform, die den Besonderheiten der georgischen Epigraphik angepasst wurde (GEpiTate). Die Daten, die das annotierte Beispielcorpus liefert, werden in einem letzten Schritt (in Bearbeitung) semantisch ausgewertet und durchsuchbar gemacht.

Ergebnisse sollen in das Georgian National Corpus einfließen und die primären Lesarten der Inschriften dort durchsuchbar gemacht werden.

Ressourcen

  • Metadatenannotationsmaske
  • GEpiTate Annotationstool für Epigraphische Denkmäler

Relevante Publikationen

  • Armin Hoenen, Lela Samushia. 2016. Gepi: An Epigraphic Corpus for Old Georgian and a Tool Sketch for Aiding Reconstruction. JLCL 31(2) pp. 25-38.
  • Armin Hoenen, Lela Samushia. Principles Aiding in Reading Abbreviations in Old Georgian and Latin. DHd Köln – Kritik der digitalen Vernunft: Book of Abstracts. 2018.

Vorträge

  • Reconstructing small epigraphic gaps assessing the use of recently created text in historical languages to overcome data sparsity. (presented at CRiLL-HL 2016)
  • Armin Hoenen, Lela Samushia: Principles Aiding in Reading Abbreviations in OldGeorgian and Latin. (presented at DHd 2018)

Weiterführende Informationen

  • Kooperation mit dem Georgian National Corpus
  • Zur Vernetzung mit anderen Projekten wurde
    • der CEDIFOR/GLCL workshop CRiLL-HL (Corpora and Resources for Low Resource Languages with a focus on Historical Languages) organisiert und durchgeführt (Publikation vorauss. in JLCL) mit einer Einreichung und Präsentationen aus dem Projekt
    • am bildwissenschaftlichen Workshop des CEDIFOR teilgenommen mit Präsentationen aus dem Projekt